16. CDU – Umwelttag des Ortsverbandes Waldalgesheim und Genheim
juwi-Gruppe stellte den Windpark Kisselbach/Liebshausen vor
Über 40 Teilnehmer nahmen am 16. Umwelttag des CDU Ortsverbandes Waldalgesheim und Genheim teil.
In seiner Begrüßung betonte der Vorsitzende des CDU OV Waldalgesheim Otfried Lang die lange Tradition des Umwelttages der in diesem Jahr nicht als“ Arbeitseinsatz“ zu messen sei sondern als Information für anstehende große Investitionen der Ortsgemeinde.
Neben den zahlreichen CDU Mitglieder/innen begrüßte Lang u.a. auch die stellv. CDU Kreisvorsitzende Ingeborg Rosemann-Kallweit, den stellv. CDU Vorsitzenden der VG Rhein-Nahe Friedhelm Conrad und weitere Mandatsträger.
Der BM der Gemeinde Waldalgesheim Dr. Gerhard Hanke stellte nochmals das geplante Projekt vor, in der Nähe des so genannten „Auerhahnkopfes“ Flächen für die Gewinnung von umweltfreundlicher Windenergie bereit zu stellen.

Andreas Adams und Christian Hinsch von der juwi-Gruppe sowie Kisselbachs Ortsbürgermeister Heinz Ludwig Kub ermöglichten anhand von kurzen Statements und imposanten Bildern einen Einblick in die Planungs- und Errichtungsphase des Windparks. Anschließend konnten die Besucher im Turmfuß einer Anlage die gewaltigen Abmessungen der Anlage bestaunen und sich auf dem Display über die aktuellen Leistungsdaten informieren. Ein kleiner Imbiss rundete den Besuch im Windpark ab.
Heinz Ludwig Kub, Bürgermeister von Kisselbach, betonte: „Nach einer intensiven, knapp zweijährigen Diskussionsphase in der Region und der darauf folgenden Planung und Errichtung erzeugen nun zehn Windräder sauberen Strom. Aus meiner Sicht ein kurzer Weg; auch, weil alle mitgespielt haben, seien es die betreffenden Gemeinden durch ihr Votum für Windenergie, die Verbandsgemeinde bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans, die Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde und auch alle am Bau beteiligten Firmen.“

„Die Windenergie-Nutzung gehört weltweit zu den wirtschaftlichsten Möglichkeiten der Stromerzeugung. Es gibt ausreichend Möglichkeiten, diesen Anteil zu steigern, um dem Klimawandel entgegenzutreten, die Abhängigkeit von immer teurer werdenden Energieimporten zu reduzieren und so mehr Versorgungssicherheit und Preisstabilität zu schaffen“, unterstrich juwi-Pressprecher Christian Hinsch.
Das Projekt Kisselbach/Liebshausen
Das besondere am Standort Kisselbach/Liebshausen ist seine direkte Umgebung: Die Windräder stehen entlang der A61 zwischen Mainz und Koblenz im kommunalen Wald. Insgesamt laufen in Kisselbach/Liebshausen zehn Anlagen vom Typ Enercon E-70/E-82 mit einer Gesamtleistung von 22,4 Megawatt. Pro Jahr werden in diesem Windpark rund 40 Millionen Kilowattstunden (kWh) sauberer Strom erzeugt, was einem Jahresverbrauch von ca. 11.500 Haushalten entspricht. Gleichzeitig erspart dieser Windpark der Umwelt den Ausstoß von jährlich rund 25.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid.
Der Standort befindet sich in 475 Metern Höhe in einem Waldgebiet nahe der rund 1.000 Einwohner zählenden Ortschaften Kisselbach und Liebshausen. Vor allem aufgrund der Waldlage ergaben sich besondere Herausforderungen für den Aufbau: nur wenig Platz, und die Transportfahrzeuge mussten erhebliche Steigungen überwinden. Es mussten deshalb spezielle Installationstechniken für den Aufbau im Wald zum Einsatz kommen.
Der Windpark wurde innerhalb von einem Jahr fertig geplant, was für Windenergie-Anlagen eher schnell ist. Das lag vor allem an der zügigen Bearbeitung des Genehmigungsantrags und an der Unterstützung durch die beteiligten Gemeinden Kisselbach und Liebshausen während des gesamten Prozesses. Außerdem steht die lokale Bevölkerung mit großer Mehrheit hinter dem Projekt: Bei einer entsprechenden Umfrage während der Planungsphase sprachen sich 87% der Bevölkerung für die Windenergie in Kisselbach aus.
Windkraft im Detail
Hersteller: Enercon GmbH (26605 Aurich)
Anlagentyp: 8 x Enercon E-70 / 2 x Enercon E-82
Leistung: E-70: 2.300 Kilowatt / E-82: 2.000 Kilowatt
Rotordurchmesser: E-70: 71 Meter / E-82: 82 Meter
Rotordrehzahl: 6 – 20 Umdrehungen / Minute
Nabenhöhe: E-70: 113,5 Meter / E-82: 108,0 Meter (Stahlbetonturm)
Masse (Rotor inkl. Nabe): ca. 45 Tonnen
Masse (Gondel ohne Rotor): ca. 65 Tonnen

